Henry Mex


geboren 1962 in Berlin. Schlosserlehre, Arbeitsjahre im Bereich Klimatechnik, währenddessen Bassist in Jazz- und Rockbands, 1989-93 Studium an der Musikhochschule Hanns-Eisler Berlin und Hinwendung zur freien Improvisation und experimentellen Musik; autodidaktisches Studium der Komposition, erste Werke für Filme und Tanztheater. 1992 Begründer der „Kryptonale“ (Erschließung der Wasserspeicher in Berlin-Prenzlauer Berg für die Öffentlichkeit mittels Kunstprojekten und Konzerten), künstlerischer Leiter bis 2004. Zahlreiche Klanginstallationen und Kompositionen im Spannungsfeld raumbezogener Künste und Neuer Musik von Solo bis Orchester; Zusammenarbeit, international, mit Musikern, Komponisten und Performern; Stummfilmbegleitungen, intermediale Projekte und Musik zu Lesungen. Crossoverkompositionen für DJ, Schlagwerk und Orchester wie „Die Planeten“ und „Communicating Movements“, aufgeführt u.a. von der Brandenburgischen Philharmonie Potsdam und den Dresdner Sinfonikern. Seit 2005 Mitglied im Deutschen Komponistenverband. Seit 2010 Jurymitglied der Kunststiftung Sachsen-Anhalt, 2009 Aufenthaltsstipendium im Künstlerhaus Lukas Ahrenshoop. 2013 Aufenthaltsstipendium Schloss Wiepersdorf.

Ausführliche Vita und Werkliste

2016 Jupiter“ für Schlagzeugquartett UA Potsdam, Percusemble Berlin; „Pulse Machine“, Raumkomposition für das Ensemble "JungeMusik Berlin/Brandenburg", UA Fabrik Potsdam; „Liquid Spaces-II“, Performance des GWD-Kollektives Berlin zum Kultursommer am Spreeknie in Berlin;
2015 „La Salle des Pas Perdus“ für Orchester, Uraufführung des Orchesters des Staatstheaters Cottbus; „The Waiting Room“, Uraufführung des Fathom String Trio (Schweiz); „Pretty Slices“ UA mit Kazue Ikeda (Tanz), Pyramidale Berlin; „Global Water Dances 2015“ am Berliner Hauptbahnhof, „Pulse Waves“, Uraufführung des Art Ensembles NRW in Düsseldorf; „Liquid Spaces“, Tanzperformance Spreepark Berlin; „Verortungen“ Performancebühne Berlin, Wiederaufführungen von „Heiße Ratten“ zu den Weimarer Frühjahrstagen und bei „Unerhörte Musik“ Berlin; „Macbeth“ Lokhalle Berlin; „Klavierstück Nr. 1“ Berlin, „Vorahnung“ in Leipzig und Chemnitz
2014 "Some Days In The Life" für Flöten, Klarinetten, Klavier, Cello und Kontrabass, Uraufführung Ensemble JungeMusik Berlin Intersonanzen Potsdam, weitere Aufführungen Randfestspiele Zepernick und Klangwerkstatt Berlin, "Klavierstück Nr. 1" Uraufführung Jan Gerdes, Mönchengladbach und Düsseldorf; Uraufführung von "Geosphere 2014" Ensemble Quillo zu "Hommage á Beethoven", Nicolaisaal Potsdam; Wiederaufführungen von "Macbeth" in Berlin, Tiefurt und Landsberg.
2013 Kompositionsstipendium des Landes Brandenburg; Musikalischer Leiter der Shakespearecompany Berlin mit "Macbeth"; Musik zu Global Water Dances Berlin; "New Waves" für Orchester, Uraufführung mit der Jungen Philharmonie Brandenburg unter der Leitung von Manuel Nawri in Potsdam, "Vorahnung" für Tuba & Tamtam, Schwimmbad Bilk Düsseldorf, "Heiße Ratten" in tribute to Frank Zappa, Jazzschmiede Düsseldorf
2012 "Slices On Bratschak" für Duo Mares, Versöhnungskirche Düsseldorf-Flingern; Corpo Liquido", Musik für Tanztheater, Stadtbad Berlin-Steglitz; "Big Cello" konzertante Klanginstallation, Berlin-Neukölln, "Little Big Boss" für E-Bass und Streicher, Janus Ensemble Wien, Intersonanzen Potsdam
2011 Musik zu "Frequenz 4/11", Tanztheater, alte Königsstadtbrauerei Berlin; Festivalteilnahme Intersonanzen Potsdam; Musik zu Global Water Dances Berlin
2010 "Margherita" für Sopran und singendem Kontrabassisten (mit Katia Guedes - voc) zu den Zepernicker Randfestspielen; Double-Bass in Space zum "tiefklang"-Festival Berlin; Geosphere für Flöte, Gitarre Schlagzeug und Videoprojektion, Kulturbahnhof Eller Düsseldorf. 

2009

Geomusik Biesdorf, Schloßpark Biesdorf, Berlin; Geomusik "SŁdkreuz" für Carambolage, Lokhalle, Schöneberger Südgelände Berlin; Arbeitsstipendium im Künstlerhaus Lukas, Ahrenshoop, gefördert durch das Land Mecklenburg-Vorpommern
2008 Dignitate Locum, Landschaftskomposition für den Schlosspark Berlin-Biesdorf; "Geomusik - Metrotram 6" Komposition für Straßenbahn zur Pyramidale Berlin.
2007 Geometrie für Quartett (Eiko Morikawa - sopran, Erik Drescher - Flöte, Susanne Stock- Akkordeon und Matthias Bauer - Kontrabass) mit einem Text von Inka Parei, Zepernicker Randspiele,  "Fernsprecher" für drei Posaunen in Distanz, mit Florian Juncker, Matthias Jann und Johannes Urban, Museum für Kommunikation Berlin
2006 Gravitation für Kammerorchester und Chor
Expansion Raumkomposition für 9 Streicher; Mitwirkung bei "Brimborium" Performancebühne Berlin
2005 Steinmusik mit Thomas Gerwin; Fertigstellung von Planeten-2, für DJ und Orchester; "Grenzgaenger" Musik zum Film von Kerstin Polte; Zusammenarbeit mit der Schriftstellerin Inka Parei; Uraufführung transplanetaria für 4-Kanal-Tonband zur Pyramidale 4 in Berlin

2004

WIPP-Lounge mit Io-Ensemble, Raum-Klanginstallation für 12 Raum- und 14 Körperlautsprecher
2003 Nordhimmel mit den Airborne Dancers im Atalante Berlin und in der Fabrik Potsdam;
Uraufführung von "Neutekkno" und Aufführung der Planeten-1 mit der Jenaer Philharmonie unter der Ltg. von Andrey Boreyko zur Kulturarena Jena,
Filmkonzert "Orlacs Hände" und "Nosferatu - Sinfonie des Grauens" Podewil Berlin mit STAFF,
2002 Neue Performance der Zeitschneider am ZKM Karlsruhe
transtetra mit dem Io-Ensemble,
Filmkonzert "Panzerkreuzer Potemkin" Insel Berlin
2001 Twins Outdoor Performance mit dem Slices-Ensemble; Gründung von wheb (Westhafen Electric Band - neue elektrische tanzmusik), Die Zeitschneider mit Paul Modler (computer/live-sampling) und Christian Ziegler (live-video-computer)
2000 Performances mit dem Slices-Ensemble: "273" und "movendi", Aufführung der Planeten-1 mit den Dresdner Sinfonikern unter der Leitung von Michael Helmrath; Rohrpostklanginstallation ("recur") für z2000 der Akademie der Künste Berlin, Gründung des IO-Ensembles, erste Performance: if-then mit Iris Sputh; "Communicating Movements" mit der Philharmonie de Loiraine in Metz (Frankreich)
   
1999 Communicating Movements, Komposition für DJ, Soloschlagzeuger und Orchester mit "hpw panta rhei" und der Brandenburgischen Philharmonie; Technosinfonie: "Die Planeten-1" in selbiger Konstellation, Tohuwabu No.2 (Performance á la carte mit Lole Gessler u.a.), Slices of Cubes, mehere Stummfilmprojekte in den Reinbeckhallen mit STAFF (u.a. Nacht der Nibelungen), Raumklanginstallation recur mit Karen Bartram und Boris Hertzer
1998 "Slices On Paper" eine choreographische Komposition für 2 Tänzerinnen und 2 Musiker mit Eva Blaschke (Choreographie), Musik zu Zwischenland von Eva Blaschke (Choreografie), "choice" für Mezzosopran, Tenor und Kammerensemble nach einem Text von Pico della Mirandola (UA mit dem Ensemble Junge Musik Berlin)
1997 "Amnesie Scanlines" Klanginstallation im Kuppelsaal des Berliner Postfuhramtes; "Phaëthon" Raumkomposition für 6 Schrottflügel, 2 Schlagwerker, 2 Blechbläser, und einem Sprecher in der Simultanaufführung von TRI mit "transforma" von Johannes Wallmann für 5 Soprane und "The Fall" von Alex B. für 3 Tänzer/innen zur KRYPTONALE - III (Text Martin Stefke); Mitwirkung in Bob Rutmans Steelcelloensemble
1996 CD mit STAFF "Der Operntraum des Schlossers" ...oder wie ich den universalen Notenständer erfand; "Stein&Stahl" Komposition für dezentrales Ensemble, 5 Projektionsflächen und 6 reparaturbedürftige Konzertflügel mit dem Henry-Mex-Ensemble zur KRYPTONALE - II
1995 Musik zu TanzTheater "purgatorio L", Inszenierung Norbert Mauk
1994 CD "Kryptöne" aus dem Tiefbehälter; "Wassertöne" Klanginstallation zur KRYPTONALE- I
ab 1992 Künstlerische Leitung der KrypTonale und Arbeit in den Wasserspeichern Prenzlauer Berg und Entwicklung derer als Ort für zeitgenössische raumbezogene Künste; Tätigkeit als Stummfilmbegleiter; Komposition mehrerer Filmmusiken (u.a. für großes Orchester)
1991 "Schlemihl" Konzertprojekt nach Chamisso (Rundfunkproduktion)
1990 Festivalteilnahme "l' autre allemagne hors les murs" in Paris (la Vilette)
 


1989-93

Studium an der Musikhochschule "Hanns Eisler" Berlin

seit 1984

Livetätigkeit als Bassist in Jazz- und Rockbands

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